Das ging ja schneller als gedacht. Die Familie erweitert sich um ein neues Mitglied. Das war zwar nicht geplant sondern hat sich ergeben, wird aber trotzdem freudig hingenommen.
Das ging ja schneller als gedacht. Die Familie erweitert sich um ein neues Mitglied. Das war zwar nicht geplant sondern hat sich ergeben, wird aber trotzdem freudig hingenommen.
Ein Privat-Tilt.
Auf der Straße, auf der die Kleine (und bald auch ich) wohnt, ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Strom ausgefallen. In einigen Häusern ganz, in anderen nur teilweise. Die alsbald gerufenen Stadtwerke kommen, messen und stellen fest, daß das 1950 verlegte Hauptkabel kaputt ist. Nur dumm, das an der Stelle, an der es durchgebratzt ist, keine freie Fläche wie vor 60 Jahren mehr ist. Heute steht da eine Garage. Vom Hausbesitzer vor zehn Jahren errichtet, von der Stadt mit allen nötigen Genehmigungen versehen und durchgewunken.
Da die Anwohner gerne wieder an allen Steckdosen Strom haben möchten, reißen die Stadtwerke den Boden auf, um reparieren zu können. Nach getaner Arbeit verabschieden sich die Arbeiter unter Hinweis darauf, das der Hausbesitzer die Kosten der Maßnahme (immerhin 18.000 Euro) zu tragen habe.
Weil er nämlich (jetzt kommt für mich der *TILT*) versäumt habe, nach Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt, beim Energieversorger vorstellig zu werden, um sicherzustellen, daß am geplanten Bauort keine Leitungen verlaufen.
Wozu braucht man denn dann eine Baugenehmigung, wenn man sich nicht darauf verlassen kann, das solche Sachen mit überprüft wurden? Warum sagt dem Bauwilligen niemand etwas davon? Haben die sie noch alle?
Ich bin zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Gehen werde ich nicht.
Warum?
Nun, eine EDV-Firma, die im Jahre des Herrn 2012 keine eigene Webseite hat, ist mir suspekt. Eine Firma, die es nicht schafft, die Namen ihrer Angestellten korrekt in das From:-Feld des Mailservers zu hacken, scheint mir nicht sonderlich sorgfältig zu sein. Erfolgt die Einladung dann noch mit den Worten, ich sei zu “ein Vorstellung Termin” eingeladen, dann ist alles zu spät.
Die gleiche Firma rief gestern morgen um 10 Uhr an. Da es mir gerade nicht paßte, bat ich um Rückruf in einer halben Stunde, was mir zugesagt wurde. Gekommen ist der Anruf dann um kurz nach vier. Aber das nur am Rande, weil es so schön paßt.
Vielleicht tue ich ihnen unrecht, aber so einen Arbeitgeber möchte ich nicht haben. Wäre ich potentieller Kunde gälte das Gleiche. Ich grübele noch, ob ich anrufen und es ihnen sagen soll.
Noch besser kann es kaum werden. Zwei der coolsten Typen, die auf dieser Erdkugel wandeln auf einer Bühne:
Dave Grohl zählt neben diesen beiden quasi nicht.
Slash ist übrigens der einzige, der die Hose in die Cowbystiefel stecken darf, ohne scheiße auszusehen. Einfach weil er cool genug ist. Leider haben das seinerzeit viele Cowboystiefelträger vergessen und sahen entsprechend scheiße aus.
Apr 8
Gepostet von Schlauschiesser in Allgemein | Keine Kommentare
Gestern waren die Kleine und ich im Kino. Auf dem Programm stand Iron Sky.
So was großartiges habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Vollgestopft mit bizarrsten Ideen, optisch perfekt und stimmig umgesetzt und dann noch ein dazu passendes Schauspielerensemble. Herrlich. Eine unbedingte Empfehlung für jeden, der im Kino auch mal unkonventionelles erträgt.
Gestern habe ich es noch gesagt: eine der alteingesessenen Parteien ist gerade dabei sich in die Bedeutungslosigkeit zu verabschieden (hier). Aber ganz anscheinend hat man sich bei dieser Partei (wir reden hier von der FDP, nur zur Info) dazu entschlossen, den Untergang so zu gestalten, daß man ihn so schnell nicht vergißt.
Da hat man die Chance, 11.000 Wählerstimmen einzufangen, indem man sicherstellt, das den Schleckerfrauen (seltsamerweise ist fast nirgendwo die Rede von “Schleckermännern” (2.720 Treffer bei Google gegen 566.000 Treffer für die Frauen). Anscheinend ein rein weibliches Unternehmen.) die sofortige Kündigung erspart bleibt. Aber wenn man eh schon keine Chance mehr hat, dann kann man sich ja auch mal ungeniert geben und einfach blocken.
Ergebnis: eine Kündigungswelle. Die man hätte verhindern können, wenn man für 71 Millionen Euro Bürgschaften übernommen hätte. Das ist aber in die Hose gegangen, da die drei Bundesländer in denen die FDP noch was zu sagen hat, nicht mitgezogen haben. Was versprechen die sich davon? Glauben die ernsthaft, das im Lande irgendjemand dem etwas positives abringen kann? Oder haben die Parteivorderen beschlossen, sich bis auf die Grundmauern einzureißen um sich dann nach einer oder zwei Dekaden der Bedeutungslosigkeit wie Phönix aus der Asche wieder zu erheben? Falls das der Plan ist. dann war dieser Schritt einer in die richtige Richtung. Wie sie den Teil mit dem Phönix dann hinbekommen wollen, darauf dürfen wir gespannt sein.
Vielleicht handelt es sich aber auch um Trotzreaktion. Jetzt, wo Dutzende ihrer ehemaligen Abgeordneten in den Länderparlamenten sich der Arbeitslosigkeit gegenübersehen, könnte natürlich der Gedanke “Um uns kümmert sich ja auch keiner, also sollen die Frauen doch sehen wo sie bleiben. Pöh…” aufkommen. Zuzutrauen wäre es dieser Clownstruppe.
Wir warten einfach ab und schauen, was passiert.
Was erleben wir da eigentlich gerade? Ein Haufen relativ unorganisierter Typen mit wirren Ideen darüber, wie Politik gemacht werden sollte, hat sich aus dem Stand in zwei Landtage gehievt und ein dritter (der in NRW) scheint auch schon recht sicher zu sein. Die Rede ist natürlich von der Piratenpartei (oder wie die Medien sie liebevoll benamst haben “die Piraten”)
Warum eigentlich? Bisher haben sie noch nichts greifbares geliefert, ihr Programm ist noch im Aufbau und auch was die Personen angeht ist niemand dabei, der als Zugpferd dienen könnte. Die Linke hatte damals wenigstens noch Oskar Lafontaine. Der ist auch wirr, aber telegen und kann reden.
Am ehesten erinnert mich das Geschehen noch an die Zeit, als die Grünen sich gründeten. Die fand man am Anfang auch mehr so lästig und albern, aber dann haben sie die Kurve genommen und sind heute durchaus etabliert.
Allerdings gibt es Unterschiede. Die frühen Grünen hatten mit Petra Kelly und Gert Bastian zwei Anführer, die es quasi im Alleingang geschafft haben, die Partei zu gründen, zu formen und gegen erbitterten Widerstand der Altparteien zu ersten Erfolgen zu führen. Solche Leute habe ich bei den Piraten noch nicht gesehen. Ein weiterer Unterschied ist die Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Die frühen Grünen hatten eine klar umrissene Zielgruppe, von der sie auch zuverlässig gewählt wurden. Erfreulicherweise (für die Grünen) waren es auch genug Menschen um ihnen Gewicht zu verleihen. Die Piraten dagegen bedienen sich bei mehreren Schichten. Vom Nerd bis zum Oberstudienrat ist laut Analyse der Saarwahl alles dabei. Es wäre also etwas zu einfach, diese Gruppierung als ein Sammelbecken für Protestwähler abzutun.
Was beide eint, ist die in der Frühphase enge Ausrichtung auf ein Thema. Die Grünen haben es geschafft, sich nach den ersten Wahlerfolgen ein komplettes Programm zu geben und so auch auf höheren Ebenen wählbar zu werden. Das müssen die Piraten erst noch beweisen. Ob das mit ihrem Anspruch der totalen Transparenz und Mitsprache machbar ist wage ich ganz ganz stark zu bezweifeln. Wenn sie es nicht schaffen, diese Utopie durch eine praktikablere Lösung zu ersetzen, dann, fürchte ich, werden sie ein kurzes, wenngleich amüsantes, Zwischenspiel auf der politischen Bühne bleiben. Was schade wäre, denn momentan verabschiedet sich eine der alteingesessenen Parteien auf allen Ebenen in die Bedeutungslosigkeit und ein Ersatz könnte ja nicht schaden. Und sei es nur, um die anderen mal ans Nachdenken zu bringen und sie zu zwingen, sich mit neuen unbekannten Phänomenen wie dem Internet auseinanderzusetzen.
Beim Blick auf die den Fettgehalt der Vollmilch überfiel mich heute morgen der Gedanke, das die FDP von solchen Werten träumt. Das folgende alberne Kichern wurde von der Kleinen mit einem irritierten Seitenblick inkl. der freundlichen Nachfrage “Alles in Ordnung mit Dir?” quittiert.
Ja, danke. Bei mir ist alles i.O., bei denen dagegen gar nichts.
Ich krich inzwischen die Krätze wenn ich das höre. Deswegen dies:

Da ich natürlich nur überdurchschnittlich gebildete und gut aussehende Leser habe, brauche ich ja nicht den Hintergrund dieses Bildes zu erklären. Ich Glückspilz.
Ich habe gerade mal nachgerechnet, was bei den aktuellen Preisen eine Tankfüllung für das Motorrad kostet. Ausgehend von 1,70 Euro pro Liter und 22 Litern Tankinhalt wären das geschmeidige 37,40 Euronen. Das sind 73,15 DM.
Um ein Motorrad vollzutanken. Ich bin doch wohl im falschen Film. Das Rauchen ein Statussymbol ist wußte ich ja, aber Motorrad fahren?
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